Mit einem deutlichen 41:0 ( 15:0/13:0/0:0/13:0 ) Sieg vor rund 850 Zuschauern meldeten sich die Wölfe im heimischen Stadion Wetzlar zurück im Rennen um die vorderen Plätze der Oberliga. Trotz großer Personalnot gelang den Wölfen,  in einer von beiden Seiten sehr Fair geführten Partie, eine eindrucksvolle Revanche für die Hinspiel Niederlage in Offenbach. Damit sicherten die Wölfe zumindest den dritten Platz in der Tabelle. Für die Wölfe ging es um sehr viel. Mit einer weiteren Niederlage wäre man in den Tabellenkeller abgerutscht. Das wollten die Spieler um Coach Cordell Shepard auf jeden Fall vermeiden. Dementsprechend hoch motiviert gingen die Wölfe das Spiel an. Trotz eines durch viele Verletzungen immer noch stark geschwächten Kaders von nur 18 einsatzfähigen Spielern legten die Wölfe los wie die Feuerwehr. Die Rockets, wieder mit rund 50 Spielern angereist, bekamen zu Beginn der Partie das starke Lauf- und Kurzpassspiel der Wölfe nicht unter Kontrolle. Anders als die Verteidigung der Wölfe, die dem Angriff der Rockets kaum einen Meter Raumgewinn gestattete. Die Marschrichtung der Wölfe war klar: so schnell wie möglich viele Punkte sammeln bevor sich die zahlenmäßige Überlegenheit der Offenbacher bemerkbar macht. Und das Team aus Wetzlar ließ sich nicht lange bitten. Gleich den ersten Drive der Rockets beendeten die Wölfe mit einer Interception. Im direkten Anschluss erzielte Ruben Kreß ( #94 ) den ersten Touchdown zum 6:0 ( PAT nicht gut ).  Auch die folgenden Angriffsbemühungen der Rockets wurden von der Wetzlarer Verteidigung im Keim erstickt. Den abschließenden Punt der Offenbacher konnten die Wölfe kurz vor deren eigener Endzone blocken und somit einen Safety für weitere 2 Punkte zum 8:0 erzielen. Jetzt kamen die Wölfe erst richtig ins Rollen. Im Gegensatz zu den Rockets gelang den Wölfen so gut wie alles. Mit wenigen Spielzügen überbrückten sie das Feld und Quarterback Leonardo Pizzini ( #29 ) joggte, geschützt durch mehrere Vorblocker bequem in die Endzone der Rockets zum 15:0 ( PAT gut ). Nach dem ersten Seitenwechsel taten sich die Wölfe zunächst schwer. Immer wieder kamen Pässe nicht an oder konnten nicht gefangen werden. Doch mit Hilfe eines guten Laufspiels kämpften sich die Domstädter immer weiter über das Feld und Runningback Paul Kreß ( #30 ) konnte schließlich das 21:0 ( PAT nicht gut ) erzielen.  Die Rockets ihrerseits versuchten nun mit langen Pässen zum Erfolg zu kommen. Doch die Pässe waren zu ungenau und die Passempfänger zu gut abgedeckt. Nur selten konnte Offenbach Raumgewinn erzielen. Anders bei den Wölfen. Das Kurzpassspiel funktionierte. Ebenso das Laufspiel. Immer wieder konnten die Wetzlarer neue First Downs erkämpfen. Folgerichtig erzielte Paul Kreß  ( #30 ) durch einen sehenswerten Lauf seinen zweiten Touchdown des Tages ( PAT gut ) zum Zwischenstand von 28:0. Damit ging es für beide Teams in die Halbzeitpause. Im dritten Quarter kamen die Offenbacher besser ins Spiel. Offensichtlich hatten die Trainer der Rockets in der Halbzeit einige Anpassungen vorgenommen und ihr Team besser auf das Spielsystem der Wölfe eingestellt. Beide Defensereihen beherrschten nun das Geschehen auf dem Platz. Selbst ein Fieldgoalversuch der Wölfe wurde geblockt. Erst als zu Beginn des letzten Spielviertels Safety Philipp Dille (#25 ) einen Pass der Rockets abfangen  und bis zur 2 Yard-Linie der Offenbacher zurücktragen konnte, besannen sich die Wölfe wieder. Quarterback Leonardo Pizzini ( #29 ) erlief den folgenden Touchdown selber. Der PAT war erneut nicht gut. Somit stand es 34:0. Die Wetzlarer ließen es nun etwas ruhiger angehen und setzten fast ausschließlich auf das Laufspiel um möglichst viel Zeit von der Uhr zu nehmen. Die Verteidigung der Domstädter kontrollierte das Spiel und ließ kaum nennenswerten Raumgewinn zu. Im Angriff hingegen erzielte QB Leonardo Pizzini ( #29 ) mit einem Lauf über 70 Yards, bei der er die gesamte Defensive der Rockets austanzte, seinen dritten Touchdown des Tages zum Endstand von 41:0 ( PAT gut ). „Bei so einem Publikum, das unser Team so lautstark unterstützt und anfeuert, kann man gar nicht anders als ein klasse Spiel abzuliefern! Die besten Fans der Welt. „freut sich Jürgen Lenzen, Vorsitzender der Wölfe nach dem Spiel. Und Coach Tyrone Scott resümiert: „Im Gegensatz zu den letzten beiden Spielen hat heute die Einstellung gestimmt. Wir haben über die Woche viel trainiert und an unserer Einstellung  gearbeitet. Das Resultat war heute zu sehen. Wenn die Jungs einen klaren Kopf behalten, sind sie einfach gut.“ Dem pflichtet auch Coach Colin Bill bei: „Wir müssen am Ball bleiben. Durch das Unentschieden von Rüsselsheim gegen Hanau ist noch einiges möglich. In unserem letzten Spiel gegen Kassel müssen wir nochmal alles geben. Kassel ist ein echt harter Brocken. Die Jungs können kämpfen.“

Das nächste Wochenende ist für Die Wetzlarer spielfrei bevor es am 01.09.19 zum letzten Spiel der regulären Saison nach Kassel zu den Titans geht.