Mit einer 23:0 ( 0:0/0:0/14:0/9:0 ) Niederlage im Spitzenspiel und einem schwerverletzten Quarterback im Gepäck mussten die Wölfe am vergangenen Sonntag die Heimreise aus Rüsselsheim antreten.

Für das Wetzlarer Team lief von Anfang an nicht viel zusammen. Der frühe Ausfall des Spielmachers und viele Strafen verhinderten jeglichen Erfolg der Wölfe. Zunächst startete das Spiel wie erwartet. Viel Nervosität auf beiden Seiten. Viele technische Fehler und die beiden besten Verteidigungsreihen der Liga machten es beiden Angriffsformationen unmöglich den Ball auch nur wenige Meter zu bewegen. Noch im ersten Spielviertel musste der Quarterback der Wölfe, Kevin Kuhr, nach einem unglücklichen Zusammenstoß mit einem Verteidiger, mit einem gebrochenen Oberarm das Spielfeld verlassen. Danach lief im Angriff der Domstädter zunächst nicht mehr viel zusammen. Aber auch die Offensive der Opelstädter brachte nichts Zählbares auf die Anzeigentafel.

In der zweiten Halbzeit kam immer mehr Unruhe im Team der Wölfe auf. Bedingt durch Zwei weitere verletzungsbedingte Ausfälle mussten die Coaches einige Umstellungen vornehmen, die bei den ohnehin sehr nervös agierenden Wölfen für Verwirrung sorgten. Die Folge waren mehrere Strafen, die die Wölfe bis an die eigene Endzone zurückwarfen. Das nutzen die Crusaders gnadenlos aus und tankten sich anschließend zur 7:0 Führung in die Wetzlarer Endzone. Kurz darauf das gleiche Bild. Wetzlar kassierte mehrere Strafen für Spielverzögerung, nicht erlaubte Formationen und Wechselfehlern und stand wieder mit dem Rücken zur eigenen Endzone. Auch dieses Mal ließ Rüsselsheim sich die Gelegenheit nicht entgehen und erhöhte durch einen Lauf auf 14:0.

Jetzt brachen bei den Wölfen alle Dämme. Nichts lief mehr zusammen. Die Fehler häuften sich. Im Gegensatz dazu die Crusaders. Mit der Führung im Rücken übernahmen die Crudaders zusehends die Kontrolle. Mit einer guten Mischung aus kurzen Pässen und Laufspiel konnten die Kreuzritter immer wieder das Feld überbrücken und im letzten Spielviertel folgerichtig auf 21:0 erhöhen.

Zwar stemmten sich die Wölfe gegen Ende des Spiel noch einmal gegen die drohende zu Null Niederlage, doch ein Quarterbacksack an Wetzlars Quarterback Clemens Rompf in der eigenen Endzone für einen Safety zum 23 :0 beendete das Spiel.

Coach Cordell Shepard fasste die Niederlage kurz nach dem Spiel zusammen: „Wer so viele Fehler macht, der kann nun mal nicht gewinnen. Auch wir Coaches haben falsche Entscheidungen getroffen und dem Team damit nicht weitergeholfen. Der frühe Ausfall eines Teamleaders ist immer schwer wegzustecken. Clemens kann man dabei allerdings keinen Vorwurf machen. Für einen jungen Spieler der praktisch keinerlei Spielerfahrung besitzt, hat er seine Sache hervorragend gemacht! Mehr als das! Er hat die Führung auf dem Platz übernommen und gute Entscheidungen getroffen.“ Auch Coach Tyrone Scott zeigte sich beeindruckt von der Leistung des jungen Nachwuchsquarterbacks: “Mit ihm auf der Position des QB brauchen wir uns keine Sorgen um die Zukunft zu machen.“

Bereits am 10.08.19 geht es für die Wölfe zum Auswärtsspiel nach Offenbach. Die Rockets, die sich während der Sommerpause mit Trainern und Spielern verstärkt haben, konnten am vergangenen Wochenende mit 33:20 gegen die Hanau Hornets gewinnen und damit den letzten Tabellenplatz verlassen. Offenbach zeigt zur Zeit einen starken Aufwärtstrend und wird zu einem echten Prüfstein für die Wölfe werden. Wetzlar, momentan auf dem 3. Tabellenplatz, steht unter Zugzwang und muss alle verbleibenden Spiele gewinnen um den zweiten Tabellenplatz zu erreichen und zu halten. Das Rückspiel gegen die Offenback Rockets findet bereits eine Woche später, am 18.08.19, im heimischen Stadion Wetzlar statt.

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