Nur noch wenige Tage bis zum Rückrundenstart der American Football Oberliga Mitte. Mit den Rüsselsheim Crusaders wartet zum Auftakt gleich der Favorit auf den Titel auf die Wölfe. Zwar konnten die Wölfe das Hinspiel denkbar knapp mit 14:13 gewinnen, doch wird das Team um Headcoach Cordell Shepard zur Zeit von Personalsorgen geplagt.
„Es wird hart. Sehr hart, “ resümiert der Vorsitzende der Wölfe, Jürgen Lenzen.
„Wir haben ein paar Personalsorgen und kommen nach einer Pause traditionell schwer aus den Startlöchern. Das Heißt aber nicht, dass wir uns Chancenlos sehen. Es wird eben nur ein hartes Stück Arbeit, “ fügt er Augenzwinkernd hinzu.
Auch Coach Shepard sieht die Ausgangsposition durchaus realistisch: „Wir sind sehr gut vorbereitet auf die Crusaders. Aber leider müssen wir auf ein paar unserer Leistungsträger verzichten. Das bereitet uns noch Kopfzerbrechen. Natürlich sind wir uns sehr wohl bewusst, das wir in der Rolle des Underdogs in dieses Spiel gehen. Aber das waren wir im Hinspiel auch,“ fügt er schmunzelnd hinzu.

Die Ausgangslage ist klar: wer dieses Spiel gewinnt, ist fast sicher in den Playoffs. Wobei auch hier die Crusaders die bessere Ausgangsposition haben, da sie bereit zwei Mal gegen Kassel gewinnen konnten. Für die Wölfe zählt indes nur ein Sieg. Zwar sind die Playoffs auch mit einer Niederlage noch erreichbar, aber es wird ungleich schwieriger.
Rüsselsheim verfügt über einen sehr ausgewogenen Angriff mit einem hervorragenden Laufspiel. Sollten die Wölfe in der Lage sein, das Laufspiel zu kontrollieren, könnte das zu einem Garanten für einen möglichen Sieg werden. Statistisch gesehen bewegen sich die Angriffsreihen ebenso wie die Verteidigungslinien beider Teams auf demselben Niveau.
Allerdings verfügt Rüsselsheim über den deutlich größeren Kader. Zudem konnten die Opelstädter sich über die Pause weiter verstärken und einen weiteren Trainer verpflichten. Zusätzlich kommen einige Spieler der Jugend hoch und verstärken das Herrenteam der Crusaders.
Alle Zutaten sind also gegeben für ein hochklassiges und spannendes Spiel.

In der darauffolgenden Woche müssen die Wölfe bei den Rockets in Offenbach antreten. Die Rockets, bislang Sieglos am Ende der Tabelle, haben die lange Sommerpause genutzt und sich mit 2 Top-Trainern verstärkt und ihr komplettes Spielsystem umgestellt. Für die Wölfe ein kleines Überraschungspaket. Zwar sind die neuen Coaches der Offenbacher den Wölfen bekannt, haben beide doch bis nach der vergangenen Saison noch an der Seitenlinie der Hanau Hornets gestanden, trotzdem müssen sich die Wetzlarer auf ein neues Spielsystem einstellen.
Bereits eine Woche später kommt es zum Rückspiel gegen Offenbach. Die Wölfe empfangen am 18.08.19 die Rockets im Stadion Wetzlar zum letzten Heimspiel der regulären Saison. Natürlich hoffen die Wölfe hier wieder auf ein volles Haus und lautstarke Unterstützung durch ihre Fans. Für Unterhaltung neben dem Spiel sogen wieder die Dultis Dancecrew sowie Cheerleader der Golden Spirits. Außerdem gibt es Waffelverkauf, Halbzeitshow unter anderem mit einer Hundestaffel und vieles mehr.

Am 01.09. schließlich kommt es zum Rückspiel in Kassel gegen die Titans. Je nach Ausgang der nächsten beiden Spiele kann das Spiel in Kassel für die Wölfe entscheidend werden. Verlieren die Wölfe in Rüsselsheim und gewinnen die beiden Spiele gegen die Rockets und die Titans gewinnen ihre Spiele, dann müssen die Wölfe das Spiel mit mehr als 7 Punkten gewinnen um in der Tabelle an Kassel vorbei zu ziehen. Aber das ist alles Zukunftsmusik und Rechnerei. Zunächst geht es einzig um das Spiel gegen Rüsselsheim. Wie Coach Tyrone den Jungs immer predigt:“One play at the time. Game after Game.“